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German to English: Der Schuldenstreit kennt keine Sieger Detailed field: Government / Politics
Source text - German http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-08/einigung-schuldenstreit-analyse
Am Sonntagabend Punkt 20.40 Uhr verkündete US-Präsident Barack Obama erleichtert: Das Weiße Haus und die Führung der Demokraten und Republikaner haben sich auf einen Plan zur Anhebung der Schuldengrenze geeinigt. In groben Umrissen besteht der Kompromiss aus zwei Schritten.
Um ihre Rechnungen zu bezahlen, müssen die Vereinigten Staaten in den nächsten sechs Monaten eine Billion Dollar an weiteren Schulden aufnehmen, zusätzlich zu den bislang rund 14 Billionen Dollar. Um diesen Berg nicht weiter anwachsen zu lassen, sondern auch abzubauen, werden darum in einem ersten Schritt Staatsausgaben in der Höhe dieser einen Billion Dollar gestrichen – und zwar über einen Zeitraum von zehn Jahren und quer durch alle Bereiche: von den Sozialausgaben bis zum Verteidigungsetat.
Translation - English On Sunday evening at 8:40 pm sharp, a relieved President Barack Obama announced that the White House and Congressional leaders had reached a compromise on the debt ceiling deal. In broad terms, this compromise consists of two steps.
In order to pay their bills, in the next six months the US will have to take out another one trillion dollars in loans, in addition to their current deficit of about 14 trillion. This debt mountain will need not only to stop growing, but also to be reduced. Therefore, in a first step, government spending will be reduced by the same amount as the increase in new debt: one trillion dollars over ten years across all sectors, from social security spending to the defence budget.
German to English: Nie wieder August General field: Other
Source text - German http://www.zeit.de/2011/34/P-Zeitgeist
Eine der letzten Gewissheiten bietet der Kalender mit seinen ewig gleichen Abläufen. So fällt Weihnachten stets auf den 25. Dezember, mitten in die längste Nacht, deshalb auch die vielen Lichtlein. Das war nicht immer so. Cäsar überschritt den Rubikon am 10. Januar 49 v. Christus, aber da war’s in Wahrheit schon Herbst, diktiert vom unbarmherzigen Stand der Sonne. Also ließ er den Julianischen Kalender umbauen, wie nach ihm Papst Gregor, dessen Bulle Inter gravissismas dem Abendland nach 1582 neuen Halt verlieh. Aber nicht überall. In Britannien galt das gregorianische Diktat erst ab 1752; um die aus den Fugen geratene Zeit (Hamlet) wieder gerade zu rücken, folgte auf den 2. alsogleich der 14. September.
Ein ganzer halber Monat – weg, per Dekret. Was uns ins Heute katapultiert. Nicht nur, weil der Herbst wegen der Erderwärmung immer öfter auf den Sommer fällt (den wir jetzt »Sorbst« nennen). Sondern auch, weil der August ein Schreckensmonat ist, den unsere Vorväter gern mit Sommerloch-Storys à la »Ungeheuer von Loch Ness« verklärt haben. Deshalb gehört der August genauso abgeschafft wie einst der Julianische Kalender, denn erdrückend ist die Beweislage.
[...]
»Was ist das bloß mit dem August?«, fragte der ältere Bush nach dem Anti-Gorbatschow-Putsch 1991. Früher: weil ein Großteil der Ernte eingefahren war, die Männer die Sense mit dem Bajonett vertauschen konnten. Heute: weil die besten Sommer-Movies schon gelaufen sind, die Welt am Strand döst oder in Langweile versinkt. Überhaupt wird der Mensch in der Hitze streitsüchtig; deshalb die englischen August-Krawalle. Der August ist auch astrologisch ein übler Monat; da steht die Sonne im Zeichen des Löwen und macht den Menschen besonders aggressiv.
Translation - English
The calendar with its unchanging cycles gives us one of the last remaining certainties. Christmas, for instance, always falls on 25 December, (right) on the longest night of the year, which explains the multitude of tiny Christmas lights. But it has not always been this way. Caesar crossed the Rubicon on 10 January, 49 BC, but in reality, this date was in the autumn – as dictated by the (unforgiving) (remorseless) position of the sun. So Caesar reformed the Julian calendar, (as) (and so) did Pope Gregory after him(, whose)(. His) papal bull Inter gravissimas gave the Western world after 1582 a new calendar (to hold on to). But not everybody adopted it. In Britain, for instance, the Gregorian decree (did not take effect) (was not accepted) until 1752. To adjust the time that was “out of joint” (Hamlet), the second of September was directly followed by the fourteenth.
Half of month – gone, by decree. Which catapults us back to today. Not only because – thanks to global warming – summer is encroaching more and more upon autumn (which is why we now call it “autmer” or “sumtumn”), but also because August is a month in which terrible things happen (which is why our forefathers liked to dramatize it with scare stories like “The Loch Ness Monster”). Therefore, August needs to be abolished just as the Julian calendar once was, for the evidence is crushing.
[...]
“What is wrong with August?” asked Bush the Elder in 1991, after the anti-Gorbachev coup. The answer is that August has always spelt trouble: in the past, once the harvest was largely in, men exchanged scythes for bayonets; today, once the best summer movies have been shown, the whole world dozes at the beach or sinks into boredom. The truth is that in the heat, people grow quarrelsome – hence the August riots in London.
German to English: Libyen-Einsatz: Der Weg ist frei Detailed field: Government / Politics
Source text - German http://www.zeit.de/2011/35/01-Libyen-Nato
Die Nato-Intervention in Libyen bedeutet nicht, dass der Westen jetzt überall auf der Welt Tyrannen stürzen oder beim Tyrannensturz helfen wird. Das zählte zu den irreführenden Argumenten gegen ein Eingreifen: dass man dann ja wohl mit dem Kriegführen im Dienste des Guten an kein Ende mehr kommen werde. In Wahrheit ist niemand über das Maß seiner Kräfte hinaus zum Handeln verpflichtet, und ein bisschen Fortschritt für die Sache der Freiheit ist besser als keiner. Diktatoren und politische Massenmörder werden sich nach Gadhafis Ende etwas weniger sicher fühlen. Sie können nicht ausschließen, dass eines Tages, wenn sie es zu schlimm treiben, doch die Bomber kommen. Schon dieses drohende »Vielleicht« ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer zivilisierten Weltordnung.
Immer wieder, vor dem Libyen-Einsatz und während seines zähen Verlaufs, ist an der Entschlossenheit und Durchhaltekraft des Westens gezweifelt worden. Wird die Munition ausreichen, die Geduld der Bürger, das Geld der verschuldeten Staaten? Das Zeitalter der »humanitären Intervention«, des Militäreinsatzes zum Schutz bedrohter Bevölkerungen, das mit dem Ende des Kalten Krieges gerade begonnen hatte, schien schon wieder vorbei zu sein. Der desaströse Irak-Feldzug und der kräftezehrende Kampf in Afghanistan hatten den Westen entmutigt und gelähmt. Es ist eine große Erleichterung, dass dieser Pessimismus, der Ratgeber einer engherzigen, wenn nicht zynischen Politik, nicht das letzte Wort behalten hat.
Das Schwert über den Köpfen der Tyrannen: Das ist die eine Lehre aus Libyen. Die andere betrifft »uns« und »sie«. Noch nie hat es eine Waffenbrüderschaft zwischen dem Westen und einem arabischen Volk gegeben wie die zwischen der libyschen Opposition und der Nato, die faktisch als Luftstreitkraft der Rebellenbewegung agierte. David Cameron, der britische Premierminister, hat es schön und richtig gesagt: »Dies war nicht unsere Revolution, aber wir können stolz auf die Rolle sein, die wir gespielt haben.« Viele haben gefürchtet, dass die Unterstützung der Nato die Gadhafi-Gegner unglaubwürdig machen und zu Lakaien des Westens stempeln würde. Davon kann keine Rede sein. Niemand hat den Libyern ihre Revolution gestohlen. Sie sind (mitsamt dem bisweilen entnervenden Chaos im »Übergangsrat« in Bengasi) Herren ihres eigenen Schicksals geblieben. Wenn sie eines Tages in einem besseren Libyen leben, werden sie sich der fremden Hilfe dankbar erinnern, aber frei von fremder Bevormundung sein.
Translation - English
The NATO intervention in Libya doesn’t mean that the West will now overthrow tyrants all over the world or help topple them. This was one of the misleading arguments against an intervention: that it would lead to an endless succession of wars in the name of good causes. The truth is that no one is compelled to act beyond the limits of his power, and a little progress in the cause of freedom is better than none. Dictators and political mass murderers will feel a little less secure after Gaddafi’s end. They cannot rule out the possibility that one day, if they continue to push their luck, NATO bombers might pay them a visit, too. This threatening “might” alone is an important step toward a civilized world order.
Time and again, before the intervention in Libya and throughout its tough course, the world doubted the determination and persistence of the West. Will there be enough ammunition? Will citizens be patient enough? Will the money from the indebted countries suffice? The era of “humanitarian intervention” – military action to protect populations threatened by tyrants – that had started with the end of the Cold War seemed to be over already. The disastrous campaign in Iraq and the energy-sapping war in Afghanistan had discouraged and paralyzed the West. It is a great relief that this pessimism, the advisor of an narrow-minded, even cynical policy, didn’t have the last word.
One lesson learnt from Libya is the sword of Damocles hanging over tyrants’ heads. The other is about “us” and “them”. There has never been a brotherhood in arms between an Arab people and the West like the one between the Libyan opposition and NATO, which operated de facto as the air force of the rebel movement. Prime Minister David Cameron put it nicely and correctly: “This was not our revolution, but we can be proud of the role we played in it.” Many feared that NATO’s support would destroy the credibility of Gaddafi’s opponents and label them as the lackeys of the West. This has simply not happened.
No one has stolen the revolution from the Libyans. They are (with the occasionally annoying chaos in the Provisional Council in Benghazi) still masters of their own destiny. One day, when they live in a better Libya, they will gratefully remember the outside help, but will be free from foreign supervision.
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Years of experience: 15. Registered at ProZ.com: Oct 2008.